Heute jährt sich zum 54. Mal der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, der für viele Men-schen die Rettung ihrer Existenz bedeutete. Menschen, die an-sonsten zu weiteren Opfern der menschenverachtenden nationalsozialistischen Ideologie geworden wären. Nie vorher oder nachher in der Geschichte hat es ein - vom überwiegenden Teil der Bevölkerung akzeptiertes - derart verbrecherisches Gemeinwesen gegeben, dass systematisch die Vernichtung von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, von Behinderten, psychisch Kranken und Schwulen betrieben hat, dessen Ideologie darauf angelegt war, einen imperialistischen Angriffskrieg zu führen, um slawische "Untermenschen" zu versklaven, wobei deren Tod nicht nur bewusst in Kauf genommen wurde, sondern Teil des nationalsozialistischen Plans war. Zu Opfern wurden auch die wenigen, die Widerstand geleistet haben, Kommunistinnen und Kommunisten und andere engagierte Gruppen und Personen.
Dieser Tag ist für uns ein Tag der Trauer und ein Tag der Freude. Trauer um die Opfer, derer wir heute gedenken und Freude darüber, dass die Rote Armee der Sowjetunion und die westlichen Alliierten, das faschistische Deutschland besiegt und zerschlagen, sowie die zahllosen Häftlinge aus den Konzentrationslager befreit haben.
Für uns Antifaschistinnen und Antifaschisten ist dieser Tag Auftrag, uns gegen jegliche Form faschistischer Bestrebungen in dieser Gesellschaft zu wehren, diese zu bekämpfen und öffentlich darauf aufmerksam zu machen, um ihnen in jetzt und in Zukunft entschlossen und wirksam entgegentreten zu können.
Krieg dem Krieg - Krieg dem Faschismus - Krieg dem Kapitalismus
Demonstrationszug zum Hermelsbacher Friedhof
Treffpunkt: 12.00 Uhr, Kornmarkt
Kranzniederlegung an den Gräbern der sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern
Gedenken an den Siegener Kommunisten Walter Krämer, der 1941 in Buchenwald von Nazis ermordet wurde