AStA-Pressemitteilung:

Studierendenschaft will keine Änderungen der Busführung am Haardter Berg

In den vergangenen Wochen wurde die Forderung einiger Anwohner des Haardter Berges laut, den Busverkehr aus dem Wohngebiet zu verbannen.

Auf seiner gestrigen Sitzung hat sich das Studierendenparlament ausführlich mit dieser Problematik beschäftigt. Nach ausführlicher Diskussion haben sich die Parlamentsmitglieder einstimmig für eine Resolution gestimmt, in der diese Pläne wegen fehlender Umsetzbarkeit abgelehnt werden (siehe Anlage).

Die angedachte Führung der Busse über die Hochschulstraße konterkariert die Bedürfnisse der NutzerInnen öffentlicher Verkehrsmittel, da sich die Fahrzeit erheblich verlängern würde. Durch die gewünschte Aufteilung auf drei Fahrtrouten verringert sich die Taktdichte für die einzelnen Nutzer erheblich. Diese Aufteilung macht durchgehende Busse, die heute zum Siegener Bahnhof und den Wohnheimen angeboten und gut angenommen werden, nahezu unmöglich.

Dies würde dazu beitragen, daß sich die Studierenden wieder häufiger für das Auto entscheiden würden. Das hätte nicht nur auf das unmittelbare Umfeld der Hochschule, sondern auf die gesamte staugeplagte Stadt Siegen erhebliche Auswirkungen. "Daher haben wir," so StuPa-Sprecher Jürgen Schmidt, "die Stadt Siegen aufgefordert, diese vorliegenden Anregungen nicht weiter zu verfolgen."

Nach Informationen, die dem AStA vorliegen, hat in dieser Angelegenheit ein Gespräch zwischen Bezirksregierung, Stadt Siegen, der VWS, der Hochschule und den beschwerdeführenden Anwohnern stattgefunden. VWS, Hochschule und offenbar auch Bezirksregierung sehen nach diesem Gespräch, an dem der AStA nicht beteiligt wurde, keinen Handlungsbedarf. Die Abgas- und Geräuschbelästigung am Haardter Berg liegt unterhalb der Grenzwerte für "reine" Wohngebiete. Zu demselben Ergebnis kommt auch ein Verkehrsgutachten, das 1996 für die Stadt Siegen erstellt wurde.