Antrag
der studentischen VertreterInnen im Senat der Gesamthochschule Siegen zum Verhältnis der Hochschule zu studentischen Verbindungen, vorgelegt zur Sitzung am 8. Dezember 1997
Der Senat möge beschließen:
Die Gesamthochschule Siegen arbeitet nicht mit studentischen Verbindungen zusammen.
Sie unterstützt insbesondere nicht deren Öffentlichkeitsarbeit.
Das bedeutet insbesondere, dass die Gesamthochschule in Zukunft
- Verbindungen keine Räume für Veranstaltungen zur Verfügung stellt;
- Verbindungen nicht zur Vorstellung auf Hochschulveranstaltungen einlädt;
- Verbindungen keine Genehmigungen für Infostände in Hochschulgebäuden erteilt;
- Verbindungen das Verteilen von Flugblättern und das Plakatieren in Hochschulgebäuden untersagt;
- keine Anzeigen, Erklärungen oder Kontaktinformationen von Verbindungen in Veröffentlichungen der Hochschule aufnimmt.
Anlagen:
- Ausführliche Begründung des Antrags
- Antifa-AG der GH Siegen: Aspekte des Verbindungsunwesens, Teil 1. Sind wir nicht alle Patrioten?, Februar 1997
- Antifa-AG der GH Siegen: Aspekte des Verbindungsunwesens, Teil 2. Zum Geschichtsverständnis der Korporationen: Toleranz oder Amnesie?, Juni 1997
- Anarcho Randalia Osnabrück: Burschen Raus! Nr. 1, Sommer 1996. Darin insbesondere: Antifa-AG der GH Siegen: Vorsicht Radio!, Seite 11
- Anarcho Randalia Osnabrück: Burschen Raus! Nr. 2, Winter 1996/97
- Anarcho Randalia Osnabrück: Burschen Raus! Nr. 3, Sommer 1997. Darin insbesondere: Antifa-AG der GH Siegen: Alternatives Verbindungsleben - Kontinuitäten im Nebel, Seiten 9f
- Gemeinsames hochschulpolitisches Aktionsprogramm studentischer und akademischer Korporationsverbände in Deutschland, Bonn 1987