Am 5.7. wurden in Göttingen der AStA, ein Buchladen sowie 17 Wohnungen von AntifaschistInnen durchsucht. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Materialien: u.a. das Antifa-Archiv im ASTA sowie zahlreiche Schriftstücke, Disketten, Computer etc. aus den Wohnungen.
Anlaß der Durchsuchungen war der Vorwurf gegen diverse Personen/Gruppen, eine kriminelle Vereinigung zu bilden (§129) und Mitglieder und UnterstützerInnen einer terroristischen Vereinigung zu sein (§129a). Die Verdächtigungen erwiesen sich als schlichtweg unbegründet.
Die Razzien stehen im Zusammenhang einer gezielten Kampagne des Staates gegen AntifaschistInnen. Während in Magdeburg und Rüdersdorf (Brandenburg) der faschistische Mob - von den Ordnungshütern ungestört bzw. unterstützt - toben konnte, werden in Göttingen diejenigen kriminalisiert, die sich gegen den verstärkten Rechtsterror engagieren.
Die Diffamierungskampagne in Göttingen steht für eine Vielzahl von Repressionen gegen Antifas in den letzten Jahren - mit dem Ziel, durch die Kriminalisierung von Personen/Gruppen die antifaschistische Bewegung in gesellschaftstragende und -nichttragende zu spalten. Damit sollen potentielle MitstreiterInnen im Vorfeld abgeschreckt werden. Diese Ziele dürfen nicht erreicht werden.
Wir fordern:
Dieser Aufruf wird unterstützt von:
Antifa-AG/GH Siegen, Rote Hilfe e.V./Siegen, Projekt Archiv, PDS- UnterstützerInnenkreis/Siegen, Die AStA-tragenden Listen an der Gh Siegen (DLL und Schwesterorganisationen),
Kontakt und Infos: Projekt Archiv, Adolf- Reichwein-Str.2, 57068 Siegen, Tel. 0271/74528