Wieder einmal ist es soweit. Es stehen Wahlen an. Wahlen zu einem Parlament, das unser aller Interessen so gut es geht vertreten soll. Nun ist dieses Parlament den Studierenden nicht ganz so gut bekannt - Popularität kann man ihm erst recht nicht bescheinigen - wie es die anderen Parlamente dieser Republik sind.
Wenn wir ehrlich sind, so liegt dies nicht zuletzt daran, daß dieses Studierendenparlament, kurz StuPa genannt, nicht die spektakulären Entscheidungen trifft und auch sonst einige Mängel aufweist. So tauchen seine Mitglieder höchst selten im Fernsehen auf und geben kluge Antworten auf weniger kluge Fragen und diese beziehen dann ganz bestimmt nicht auf die Aufgaben des Siegener StuPas.
Ähnlich verhält es sich im Hinblick auf die hiesigen Radiostationen und die Zeitungen., Solch öffentlichkeitswirksame Mittel zum Informationstransfer an die Studierendenschaft schier beraubt, fristet das StuPa geradezu ein Schattendasein.
Lediglich der AStA trat hin und wieder nicht nur in der studentischen Öffentlichkeit in Erscheinung und findet daher in den Lokalitäten von Rundfunk, Fernsehen und Presse schonmal Erwähnung.
Nun soll ja der AStA (Abk. Für Allgemeiner Studentinnen- und Studentenauschuß) die Studierendenschaft in so manchen Belangen vertreten.
Zu diesem und anderen Zwecken wird er schließlich vom StuPa, quasi als ausführendes Organ gewählt. Womit wir auch schon beim Sinn und Zweck der anstehenden Wahlen wären.
In einer parlamentarischen Demokratie und, ihr werdet es kaum glauben, die studentische Selbstverwaltung ist eine solche, ist es nun einmal Brauch, daß in regelmäßigen Abständen (Perioden) gewählt wird.
Und je mehr Menschen wählen gehen und das Kreuz an der richtigen Stelle machen, desto besser für die Demokratie.
Aber diese Entscheidung bleibt euch überlassen.
Weiterhin bleibt euch überlassen, ob es auch dieses Jahr wieder zu einem sachkompetenten, arbeitsfähigen und willigen AStA kommt, so wie der letzte und derzeit noch bestehende AStA einer ist (der im übrigen von der LUMA mit getragen wird. Ächz, Stöhn, Seufz.).
An dieser Stelle mögen so manche ungläubig den Kopf schütteln. Schließlich ist hier im PB-Gebäude vom AStA und seiner Arbeit, abgesehen von den Menschen, die sich täglich um die Kopierer kümmern, nicht viel zu merken.
Bei all dem sollten wir uns aber über folgenden im klaren sein:
Ohne die studentische Selbstverwaltung und mithin ohne StuPa und AStA, gäbe es Dinge wie die Sozialberatung, den AStA-Shop und die Kopierer, um mal einige der arbeitsinteressierten Teile herauszugreifen, gar nicht. Die Fachschaftsräte mit ihrem Service angeboten wären ebenfalls passé.
Um all dies zu erhalten, muß die anstehende Arbeit im StuPa und AStA gut gemacht werden Und zwar mindestens so gut, wie der gegenwärtige AStA und die ihn tragenden Fraktionen LUMA, DLL, UL-AES und ULEI im StuPa zu tun.
Ihr entscheidet mit eurer Stimme darüber, ob es auch dieses Jahr so bleibt.