AStA der Gesamthochschule Siegen
Siegen, am 23.1.1995
Betrifft: Schlagwort vom 23. Januar 1995 (Seite 18-19), Artikel "Gegen Verschwendung studentischer Gelder und warum der Semesterbeitrag gestiegen ist."
Arne Nast behauptet in seinem Artikel, im Bereich der Koordination der AStA-Arbeit mit Autonomen Referaten, Fachschaftsräten und Studentischen Initiativen, die mit wöchentlich ca. 25 Stunden angesetzt ist, sowie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit ca. 12 Stunden wöchentlich könne massiv Arbeitszeit eingespart werden. Tatsächlich leistet der AStA Arbeit weit über diesen Rahmen hinaus. Das dürfte auch dem AK Verkehr bekannt sein, der noch bei keinem Anliegen abgewiesen wurde.
Es sei denn die Frage erlaubt, worin 1994 die Verschwendung studentischer Gelder lag, wie es der Artikel zu suggerieren versucht. Dazu ein paar Zahlen aus dem Haushalt 1995:
Studierendenbeiträge 325.000,00 DM
Zuweisungen an Fachschaften - 107,250,00 DM
Zuweisungen an aut. Referate etc. - 99.500,00 DM
Notkredite & Härtefälle - 33.000,00 DM
gesetzliche Rücklagen - 16.500,00 DM
Summe dieser Ausgaben 256.250,00 DM
Konkurs wäre die Zahlungsunfähigkeit der StudentInnenschaft an der GH Siegen. Davon kann keine Rede sein. Ende Dezember waren wir immerhin noch problemlos in der Lage OCE-Rechnungen in Höhe von mehr als 80.000,-- DM (achtzigtausend!) zu bezahlen. Fakt ist, es ist weniger Geld da, Fachschaften, VWS, DB, autonome Referate und Lieferanten haben aber immer pünktlich ihr Geld bekommen.
Durch lange und strenge Verhandlungen des AStA konnten z.B. im Kopierbereich Summen in fünfstelliger Höhe eingespart werden. Das sind Sparmöglichkeiten, aber die Streichung von Stellen ist natürlich mit weniger Arbeit verbunden.
Unsere Konzeption im Shopbereich trägt sich. Auch die Studentische Liste weiß, daß wir im Shopbereich gut abgeschnitten haben.
Alle Quartalsabschlüsse liegen vor. Vielleicht solltet ihr die Arbeitsberichte des AStA lesen. Die Finanzen liegen nicht "im Dunkel", und wir lassen uns in diesem Bereich auch nichts vorwerfen. Sollten hier weiterhin nicht zu beweisende Behauptungen aufgestellt werden, können wir dies gerne vor den zuständigen Gremien austragen.
Im übrigen ist der AStA ausführendes Organ des StudentInnenparlaments, setzt also dessen Beschlüsse um. Nun haben aber die AStA-tragenden Fraktionen keine Mehrheit im StuPa. Hierzu noch Fragen?
Wenn ihr unzufrieden mit unserer Arbeit seid, so kritisiert diese und versucht nicht, mit Halb- und Unwahrheiten einen Schmutzwahlkampf zu führen.
Euer AStA