AStA Flugblatt, 16.Jan.95
Am Freitag fand sie dann endlich statt, die stadtweit plakatierte, lang angekündigte, angeblich erste Audimax-Party an unserer ehrenwerten Hochschule. Gut, mal hingehen und gucken; `ne Party, wo du keinen Stress mit der Organisation hast, weil der AStA mit dieser Party nix, aber auch gar nix zu tun hat. Aber, falsch gedacht: 10,-DM Eintritt und 10,- DM Getränkekarte heißt 20,- DM, abdrücken, bevor du was gesehen hast. Da ist ja selbst jene, mehr oder weniger beliebte Innenstadtdisco billiger, aber, na ja. Dann bist du drin. Das Foyer ist kalt und weder ausgeleuchtet, noch beschallt, das dumpfe Gewabber aus dem Audimax ´mal beiseite gelassen. Im Audimax ist der Sound auch nicht viel besser, die Bässe überschlagen sich am laufenden Band. Irgendwann ist genug Bier getrunken und du mußt auf`s Klo. Der Hammer: 0,50 DM für auf´s Klo gehen. Ab in die Stadt. Nie wieder so´ne Party.
Stimmt!
Das war am Freitag nichts als Abzockerei!
Wir haben überhaupt nichts dagegen, wenn jemand sein Geld mit Partys verdient, aber fair soll es zugehen. Deshalb sind wir dagegen, daß an der Hochschule kommerzielle Anbieter ihr Ding drehen können. Fachschaften, AStA und Kulturreferat; Studierende, die ehrenamtlich als StudentInnen für StudentInnen Feten veranstaltet haben, gewährleisteten in der Vergangenheit, daß es Partys gibt, die in Ordnung gehen.
Leider steht das Mensafoyer schon länger nicht mehr zur Verfügung. Der AStA hat daher um Alternativen mit der Verwaltung verhandelt und als Ergebnis die ErstsemesterParty am 14.10.94 durchführen können. Okay, wir haben Fehler gemacht: zuwenig Bierstände, am Anfang nur eine Kasse und kein shuttle-Bus. Aber es war für uns das erste Mal und aus Fehlern können wir nur lernen. Wir, die Fachschaften und das Kulturreferat wollen durchaus weiter solche Partys durchführen und laden Euch jetzt schon recht herzlich ein.
Aber passt auf:
Nur wo AStA-Party draufsteht, ist auch AStA-Party drin!