Arbeitsbericht des Allgemeinen StudentInnen-Ausschusses

des 22. StudentInnenparlaments der Gesamthochschule Siegen,

vorgelegt zur StuPa-Sitzung am [im Dezember] 1994

Die Gliederung dieses Arbeitsberichtes richtet sich nach derjenigen des Abschnitts 3 (Arbeitsfelder) des AStA-Organisationskonzepts vom 8. Februar 1994.

0. Besondere Arbeitsaufträge des StudentInnenparlaments

0.1. Vortragsreihe von Frau H. M. Nickel

Der AStA hat als zusätzliche Werbung für die dreiteilige Vortragsreihe zum Thema "Vereinigungsfolgen - zur Neustrukturierung des Geschlechterverhältnisses" drei Großplakate erstellt und in der Mensa Flugblätter verteilt.

0.2. Entschließung der HRK

Der AStA hat zur Entschließung der HochschulrektorInnenkonferenz zum Thema "Zur Studienstrukturreform - Leistungsnachweise im Grundstudium" gegenüber HRK, Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW und Rektorat eine Stellungnahme abgegeben. Die Entschließung und die Stellungnahme sind den Fachschaften zugeleitet worden.

1. Service

1.1. Shop

Kurz vor Weihnachten haben wir von einigen Firmen verschiedene Waren zu reduzierten Preisen erhalten. Damit ist es uns möglich, diese Artikel ab Montag, den 12. 12 94 als Angebote zu noch günstigeren Preisen den Studierenden anzubieten. Zur Werbung hierfür werden unter anderem in der Mensa Flugblätter ausgelegt.

1.2. Kopierer

1.2.1 Vertrag mit OCE

Bis zum 30.05. wurde die Anzahl der Freikopien leicht überschritten. Während der vergangenen vorlesungsfreien Zeit sank die Anzahl der Kopien jedoch wieder erheblich. Wir sind daher in Verhandlungen mit OCE getreten, um sowohl diesen Sachverhalt als auch die unterschiedlichen Standpunkte bezüglich der Rechnungen 1994 zu klären.

Als Ergebnis kann festgehalten werden, daß im Vergleich zu der ersten Rechnung von OCE ca. DM 16.000 eingespart werden, was den in de letzten StuPa-Sitzung angegebenen Verlust doch etwas reduziert.

1.2.2 VG Wort

Nach unseren Informationen, die wir der Einladung zur LAT in Bochum entnommen haben, existiert ein Vertrag zwischen der Landesregierung NRW und der VG Wort, nach dem die Asten in NRW von den Beiträgen an die VG Wort befreit sind.

Wir prüfen derzeit die Möglichkeit, das Geld wieder erstattet zu bekommen bzw. die Zahlungen an die VG Wort in Zukunft einzustellen.

2. Sozialberatung

Die Beratungsmöglichkeit wird von den Studierenden nach wie vor sehr rege in Anspruch genommen. Auffällig ist, daß immer mehr Studierende mit sehr spezifischen Rechtsfragen kommen.

Insbesondere die Beratung im Bereich Mietrecht mußte stark ausgeweitet werden. Aber immer häufiger gibt es auch Unsicherheiten und Streitigkeiten mit Sozialbehörden der Stadt Siegen.

Das bedeutet auch, daß sich die SozialreferentInnen ständig fortbilden müssen, um den gestiegenen Ansprüchen der Studierenden gerecht werden zu können.

2.1. BAFöG

Die Bafög-Beratung nimmt nach wie vor einen großen Teil der Beratungsarbeiten in Anspruch.

Der Informationsaustausch mit der Bafög-Abteilung des Studierendenwerks ist sehr rege.

2.2. Krankenkassen

Da sich in letzter Zeit Probleme mit Siegener Krankenkassen häuften, haben wir auch hier einen ständigen Kontakt aufgebaut, der uns im Bezug auf die kommende Pflegeversicherung sicher von Vorteil sein wird.

2.3. Semesterticket Härtefälle

Die Anträge der ErstsemesterInnen wurden inzwischen bearbeitet und überwiesen bzw. es wurden Ablehnungen verschickt. Die Widerspruchsfrist ist noch nicht abgelaufen, so daß noch keine endgültigen Aussagen getroffen werden können.

2.4. Rechtsanwalt

Der Kontakt mit dem Rechtsanwalt kann als gut bezeichnet werden. Fragen von Seiten des Sozialreferats werden unbürokratisch erledigt. Aufgrund der genannten schwierigeren Rechtsfragen wird der Anwalt von uns jetzt häufiger empfohlen. Alle Rückfragen bezüglich des Verhaltens der Kanzlei wurden uns bis jetzt, von Studierendenseite positiv beantwortet.

2.5. Kleinkredite

Das Auszahlung von Kleinkrediten ist eingestellt worden, da der Posten völlig ausgeschöpft ist. Die Rückzahlungsmoral können wir als gut bezeichnen.

Es sollte dringend überlegt werden, inwieweit dieser Posten erhöht werden kann, da ständig neue Anfragen kommen, die wir dann jedesmal ablehnen müssen. Bedingt durch die schlechte wirtschaftliche Situation der Studierenden ist die Verteilung von Kleinkrediten jedoch notwendig.

2.6. Einarbeitung anderer AStA-ReferentInnen

Die Einarbeitung der anderen AStA-ReferentInnen in den Sozialbereich läuft stetig weiter.

3. Koordination

3.1. Innenkoordination

3.1.1. Fachschaft Außerschulisches Erziehungs- und Sozialwesen

Der AStA hat die Arbeit der Fachschaft AES im Bezug auf ein Berufungsverfahren organisatorisch unterstützt und die Arbeit der studentischen Vertreter im Senat mit der Arbeit der Fachschaft koordiniert.

3.1.2. Fachschaften Mathematik und Physik

Der AStA hat diese beiden Fachschaften kontinuierlich bei der Verfolgung ihrer Interessen im Bezug auf den Umzug zum Fischbacher Berg unterstützt.

Zur Zeit finden in den Fachbereichen Detailplanungen zur Raumaufteilung statt. Nach der Herrichtung des Gebäudes werden die Dienstzimmer mit Ausnahme derjenigen der Didaktik der Physik an den Fischbacher Berg verlegt. Alle Veranstaltungen der Physik-Diplomstudiengänge mit Ausnahme der Nebenfächer werden dort stattfinden. Über Veranstaltungsorte für die Diplomstudiengänge Mathematik wird noch verhandelt.

3.1.3. Arbeitskreis Verkehr

Der AK Verkehr arbeitet zur Zeit intensiv daran, den Bau des Parkhauses Am Eichenhang zu verhindern. Der AStA hat ihm hierbei in Übereinstimmung mit der Resolution des StuPa vom 21. 4. 1994 zu mehreren Gelegenheiten organisatorische Unterstützung geleistet.

3.1.4. Afrikanische StudentInnen-Union

Die ASU hat einen neuen Vorstand gewählt und möchte für die Zukunft ihre Strukturen offener gestalten. Mit dem AStA wurde ein Kontaktgespräch geführt.

3.1.5. AStA intern

Stephan Hub ist am 23. 11. aus persönlichen Gründen von seiner Mitgliedschaft im AStA zurückgetreten. Am selben Tag ist Matthias Streif (FSR AES, Projekt Archiv) nachgerückt.

3.2. Gremienkoordination

3.2.1. Frauenrat

Im Vorfeld der Behandlung des Frauenförderplans im Senat hat sich der AStA auf Einladung der Frauenbeauftragten, Frau Funk, mit dieser abgestimmt. Die studentischen Vertreter im Senat haben den von der Frauenvollversammlung beschlossenen Entwurf des Plans im Senat nachdrücklich unterstützt und sich gegen die Einrichtung einer Senatskommission zu seiner Änderung ausgesprochen, deren Bildung sie gleichwohl nicht verhindern konnten. Daraufhin haben sie eine Mitarbeit in der Kommission verweigert und eine Solidaritätsadresse gegenüber dem Frauenrat abgegeben, die von diesem sehr begrüßt wurde.

3.2.2. StudentInnenwerk

Neben dem allgemeinen Informationsaustausch gab es in letzter Zeit einen interessanten Vorgang zum Thema "studentische Kultur".

Das StudentInnenwerk hat sich über die zunehmende Papierflut in der Mensa beschwert und war zunächst geneigt, die Auslage von Infozetteln und Flugblättern gänzlich zu verbieten. In Vorgesprächen wurde dann zumindest geklärt, daß es zwischen Institutionen bzw. Organisationen der Hochschule und studentischen Initiativen, die Veranstaltungen außerhalb der Hochschule organisieren, zu unterscheiden gilt.

Es gab daraufhin ein Gespräch mit Vertretern der letztgenannten Gruppen, wo sich auf ein für alle Beteiligten vertretbares Verfahren (s. Aushang und AStA-Inform) verständigt worden ist.

3.2.3. Hochschulverwaltung

Der AStA hat sich weiter um die Abwehr der Klagen gegen das Semesterticket gekümmert und dabei insbesondere mit der Rechtsabteilung der Hochschulverwaltung zusammengearbeitet.

3.3. Außenkoordination

Der AStA hat an der letzten LAT in Bochum am 08.11. 1994 teilgenommen. Das Treffen hatte folgende Tagesordnung:

Das ausführliche Protokoll ist bei Bedarf im AStA-Büro einsehbar (LAT-Nachrichten Dezember 94)

Die nächsten LAT-Termine sind am 14.12. 1994 in Düsseldorf (FH) und am 10.01.1995 an der GH Wuppertal. Es ist geplant auch an diesen teilzunehmen.

4. Öffentlichkeitsarbeit

Der AStA hat der Hochschulverwaltung eine überarbeitete Fassung des Abschnitts über die StudentInnenschaft für das Vorlesungsverzeichnis übermittelt.

5. Archiv

Die begonnene Arbeit wurde fortgeführt.

6. Finanzen

Die Finanzen der StudentInnenschaft sind geordnet. Die über die Einnahmen im Jahre 1994 hinausgehenden Ausgaben sind durch den Überschuß aus dem Jahr 1993 gedeckt.