Auf Einladung des AStAs wird Gregor Gysi am Freitag, 17. 6., zu dem Vortrag "Bundeswehr, Militarismus und Neue Weltordnung" im Audimax erwartet. An das Referat Gysis sollen sich Fragen aus und eine Diskussion mit dem Publikum anschließen.
Gregor Gysi wurde am 16. Januar 1948 in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zum Facharbeiter für Rinderzucht studierte er Jura an der Berliner Humboldt-Universität. Seit 1971 arbeitete er als Rechtsanwalt in Berlin. 1976 erfolgte die Promotion zum Dr. jur. Der Name Gysis ist wie kaum ein zweiter mit dem Umbruch in der SED und ihrer Erneuerung über die SED-PDS, deren Vorsitzender er 1989 wurde, zur PDS verbunden. Von März bis Oktober 1990 gehörte Gysi der Volkskammer der DDR an und war Fraktionsvorsitzender der PDS. Den Parteivorsitz behielt er bis Januar 1993. Heute ist Gregor Gysi als Mitglied des Bundestages Vorsitzender der Abgeordnetengruppe PDS/Linke Liste und "ständiger Gast" beim Parteivorstand der PDS. Außerdem hat sich Gysi als medienwirksamer Kopf der linken Opposition in der neuen Bundesrepublik profiliert. Als schlagfertiger Talkgast und Interviewpartner ist er auch ohne offizielles Parteiamt der wichtigste Repräsentant der PDS.
Der AStA verspricht sich von der Veranstaltung am ehemaligen "Tag der deutschen Einheit" interessante Perspektiven und kontroverse Diskussionen zur häufig propagierten "neuen Rolle Deutschlands in der Welt" und der Frage, ob durch die Neudefinition des Bundeswehrauftrags eine Remilitarisierung der Gesellschaft bevorsteht. Daß es dabei auch um die Rolle der PDS im "Neuen Deutschland" - speziell nach ihren Wahlerfolgen vom 12. 6. - gehen wird, ist nicht auszuschließen.
Die Veranstaltung beginnt um 18.30h im Audimax, Gebäudekomplex Adolf-Reichwein-Str., Trakt E. Einlaß ist ab 18h. Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben.
P.S.: Daß sich an die Veranstaltung mit Gregor Gysi noch ein mitternächtliches Tischerücken mit Erich Honecker anschließen soll, wie auf einem Transparent zu lesen stand, müssen wir leider dementieren.