Ein Ausschuß hat seinem Kontrollorgan Rechenschaft über die geleistete Arbeit zu geben. Dies wurde in der Vergangenheit nur ungenügend geleistet. Wir möchten, wie im Organisationskonzept AStA 1994 dargelegt, eine enge Bindung des AStAs an das StuPa. Deswegen muß der Arbeitsbericht auf der Sitzung einen breiten Raum annehmen. Bedingt durch die vorlesungsfreie Zeit hat sich viel angesammelt, das berichtet werden sollte. Umgekehrt hat sich bei langen Berichten oft gezeigt, daß vieles nicht mehr aufgenommen wurde. Aus diesem Begründungszusammenhang wollen wir zum ersten Mal seit dem 18.10.90 den AStA-Bericht wieder in schriftlicher Form bringen.
Im vergangenen Jahr gab es keinen gewählten AStA. Die ReferentInnen, die kommissarisch ihr Amt ausführten, waren nicht an das StuPa gekoppelt. Deswegen mußten wir unsere Arbeit mit großen Unsicherheiten aufnehmen. Es galt, zuerst eine Bestandsaufnahme zu machen. Am ersten Wochenende führten wir eine Inventur in Shop und Lager durch. Am zweiten Wochenende entrümpelten wir dann das AStA-Büro. Die Unregelmäßigkeiten, auf die wir dabei stießen, sind in den entsprechenden Kapiteln aufgeführt. Die Kapitel sind, um eine entsprechende Übersichtlichkeit zu wahren, analog zum Organisationskonzept strukturiert.
Die von uns durchgeführte Inventur wurde am 13.2.94 abgeschlossen. Beim Vergleich mit den Inventurlisten vom 03.01.1994 ergaben sich Differenzen im Lagerbestand, die sich nachweislich auf eine mangelhafte Inventur des alten Shopreferates zurückführen lassen. Es tauchten im Lager Artikel auf, die nachweislich vor dem 03.01.1994 geliefert worden waren und nicht im entsprechenden Inventurbericht enthalten sind. Dies würde einen positiveren Abschluß für das Jahr 1993 bedeuten, wenn wir es nicht als einen Hinweis darauf werten müßten, daß bei der Inventur nicht sorgfältig gearbeitet wurde. Trotz intensiver Suche konnten keine Angebotslisten und Lieferscheine des vergangenen halben Jahres gefunden werden. Dies erschwerte unseren Einstieg in diese Arbeit selbstverständlich erheblich. Auf eine Bewertung der Inventur mußten wir daraufhin verzichten. Die Kontrolle und Wirtschaftlichkeitsprüfung ist deshalb erst wieder nach dem 13.2.94 möglich.
Bei den Neuverhandlungen mit den Lieferanten des AStA-Shops zeigten sich Mängel in der Kalkulation. Einige Waren wurden unter Einkaufspreis angeboten, andere dagegen total überteuert. In dieser Preiskalkulation konnte beim besten Willen kein Konzept entdeckt werden. Insbesondere war bei der Preisgestaltung keine Ausrichtung auf förderungswürdige Produkte zu erkennen.
Auch die Lagerhaltung zeigte erhebliche Fehler. Viele Produkte, die oft nachgefragt werden, waren überhaupt nicht vorhanden und auch nicht bestellt. Umgekehrt ist z.B. eine Schablonensammlung gelagert worden, die den Bedarf bis weit in das nächste Jahrtausend abdecken wird. Diese Geldanlage erscheint uns fragwürdig, da die Schriftgrößen nicht den gängigen Normen entsprechen.
Erfreulicherweise konnten wir bemerken, daß das Shopreferat der Aufforderung des StuPas nachkam und Warengutscheine tauschen wollte. Leider fanden wir unter einem Stapel Altpapier noch Gutscheine, deren Gültigkeitsdauer schon seit 5 Monaten überschritten war. Der StudentInnenschaft sind deswegen hier Verluste von DM 226,50 entstanden. Wir werden in Zukunft den StuPa-Beschluß vom 21. 06. 1993 ernst nehmen. Der Tausch von Warengutscheinen wurde neu gestartet und soll nun intensiviert werden.
Im Schreibtisch fanden sich auch die im Oktober 92 verschwundenen Eintrittskarten der Veranstaltungen "Rock gegen Rechts" und "Heiter bis wolkig" des autonomen Kulturreferates, die im Rahmen der 1. Siegener antifaschistischen Kultur- und Aktionstage stattfanden. Wer sich damals schon mit dem AStA beschäftigt hat, wird sich an diese Streitigkeiten noch erinnern.
Wie schon im 21. Studierendenparlament diskutiert, sind die öffentlich zugänglichen Kopierer im Bibliotheksbereich mangels Wartung durch den AStA seit dem 1.1.94 nicht mehr in unserer Verwaltung. Das machte natürlich neue Vertragsverhandlungen mit den beteiligten Firmen erforderlich. Nach diesen Verträgen hätte eine Umstellung bis zur 8. KW abgeschlossen sein müssen. Leider wurde dieser Termin, auch durch den Umbruch auf Seite des AStAs (keine Einarbeitung durch den alten Verhandlungführer) nicht eingehalten. Vergangene Woche sind nun jedoch die restlichen Kopierer geliefert worden. Zur vollen Funktionsfähigkeit sind lediglich noch Kleinigkeiten zu erledigen. Der AStA hat ein neues Copy-Info herausgebracht, in dem die aktuellen Standorte bekanntgegeben sowie die in letzter Zeit am häufigsten aufgetauchten Fragen der Studierendenschaft beantwortet werden.
Verwunderlich war für uns, daß mit den neuen Verträgen ausgehandelt wurde, im PB-Gebäude nur noch zwei Kopierer aufzustellen, umgekehrt im AR-Gebäude jetzt sogar fünf stehen. Wir wurden darauf schon mehrfach angesprochen, können aber weder eine Erklärung für die damalige Entscheidung liefern, sehen aber auch noch nicht die Möglichkeit, sie zu revidieren.
Die Aufarbeitung der vorhandenen Unterlagen hat auch hier Probleme zum Vorschein gebracht. So hat eine Untersuchung des Kopiervolumens der vergangen 5 Jahre ergeben, daß das Kopiervolumen stark zurück gegangen ist. Um einem mit Sicherheit auftauchenden Gegenargument gleich entgegenzutreten: Die Bibliothekskopierer wurden selbstverständlich bei der Aufstellung nicht berücksichtigt. Es ist uns aber nicht möglich, nach den z. Z. vorliegenden Zahlen die OCÉ-Verträge einzuhalten. Dazu hätte im ersten Quartal ein Kopiervolumen von ca 470.000 Kopien aufkommen müssen. Dies wurde aber bisher, wie nachfolgende Grafik zeigt, nur in den Jahren 1989 bis 1991 erreicht.
Wir hoffen, daß die Ursache dieser Entwicklung in der mangelhaften Wartung der Kopierer durch den alten AStA liegt und somit behebbar ist. Sonst muß der aktuelle Kopiervertrag noch Thema in einer kommenden StuPa-Sitzung werden. Wir sind jedoch der Meinung, daß noch abgewartet werden sollte, ob im nächsten Quartal die AStA-Kopierer von der Studierendenschaft wieder stärker angenommen werden.
Ein weiteres Problem sind die Rechnungen von OCÉ. Mindestens seit November 93 hat keine korrekte Rechnung mehr vorgelegen. Es wurden Rechnungen vorgelegt, die teilweise um 10.000 DM und mehr höher ausfielen als ausgehandelt war. Diese Aufarbeitung wird hoffentlich noch in diesem Monat abgeschlossen sein.
Im Jahr 1990 wurde vom DLL-AStA mit der Hochschulverwaltung ausgehandelt, daß die Kopierer außerhalb der Hochschulöffnungszeiten, zwecks Energieeinsparung abgeschaltet werden, was nach den Vorgängen vom 18.10.90 nicht mehr weitergeführt wurde. Es wurden damals schon Zeitschaltuhren angeschafft, die nach dieser langen Übergangszeit leider nicht mehr vollzählig vorhanden sind. Trotzdem sind wir in den Verhandlungen wieder so weit, daß in den nächsten Wochen auch diese Arbeit abgeschlossen sein wird.
Ein Problem sei hier noch am Rande bemerkt: Dem StuPa wurde seinerzeit von einem positiven Verhandlungsergebnis in Sachen Kopierpapiereinkauf berichtet. Dieses Ergebnis ist jedoch aufgrund der utopischen Annahme zustande gekommen, daß der AStA jährlich 4,5 Millionen Blatt Kopierpapier benötige. Schon wegen der beschränkten Lagerkapazitäten war es nicht möglich, diesen Vertrag zu erfüllen. In zähen Verhandlungen konnten wir aber noch ereichen, daß das Volumen auf 2 Millionen Blatt gesenkt wurde. Selbstverständlich war der damals verkündete Preis nicht mehr zu halten. Trotzdem denken wir, daß wir noch einen für uns positiven Abschluß tätigen konnten.
Der AStA hat auch erfahren, daß die Bibliotheksverwaltung defekte Kopierkarten nicht umtauschen will. Sie begründet dies mit buchungstechnischen Schwierigkeiten. Wir warnen alle Studierenden davor, diese Karten zu kaufen.
Seit dem 11.02.1994 arbeitet das neue Sozialreferat mit den ReferentInnen Judith, Bernd und Christiane.
Die Einarbeitung und Zusammenarbeit ist aus unserer Sicht sehr erfolgreich und verläßlich. Dies zeigt sich vor allem in den regelmäßig stattfindenden gemeinsamen Arbeitsbesprechungen, dem lückenlosen Büroplan mit dem Angebot der Beratung Studierender und an den Arbeitsergebnissen.
In den vergangenen zwei Monaten haben wir uns vorwiegend mit folgenden Sachgebieten beschäftigt:
1. Mobilitätsbeitrag:
Bedauerlicherweise hat uns das 'alte' Sozialreferat ungeordnete, unvollständige und unbearbeitete Anträge hinterlassen. Bezüglich der Anträge auf Rückerstattung des Mobilitätsbeitrags mußten wir daher sehr zeitintensiv alle Unterlagen des WS 1993/94 überarbeiten, systematisieren und abarbeiten.
Die bzgl. des SS 1994 eingegangenen konnten wir auf der Basis dieser Erfahrungen sofort in das von uns erstellte System einordnen und bearbeiten. Ende März konnte der Härtefallausschuss über alle vollständigen Anträge entscheiden, noch fehlende Nachweise wurden angefordert, die Entscheidungen hierfür auf die nächste Sitzung verschoben.
Um die Modalitäten für die Rückzahlungsmöglichkeiten und Abgabetermine an alle Studierenden weitergeben zu können, haben wir ein Flugblatt entwickelt und verteilt und die gleichen Informationen über das sog. 'Mensa-Spezial' veröffentlicht.
Folgende 'Fälle' wollte bzw. konnte die Härtefallkommission nicht allein entscheiden:
2. Sozialberatung:
Die SozialreferentInnen konnten einen Stundenplan erstellen, der eine tägliche Beratungszeit von sieben Stunden gewährleistet. Während dieser Zeit stehen wir den Studierenden im Grunde in allen Problemlagen zur Seite. Unser größter Arbeitsbereich ist nach wie vor die Beratung in Sachen BaföG, direkt gefolgt von Mietrechtsangelegenheiten, Studieren mit Kind, Studienproblemen, Ausfüllen/Verstehen von z.B. Wohngeldanträgen usw.
Um das weitgefächerte Feld der allgemeinen Sozialberatung abdecken zu können, haben wir alle Ordner und vorhandene Literatur aussortiert (veraltet oder nicht mehr brauchbar) gesichtet, geordnet, ersetzt und/oder ergänzt. Dabei ist sehr hilfreich, daß wir über das StudentInnenwerk Siegen in die (kostenlose) Verteilerliste der hauptamtlichen Sozialberater der deutschen StudentInnenwerke aufgenommen wurden und auch hierdurch immer durch aktuelle und verstehbare Informationen versorgt werden. Hier ist noch wichtig darauf hinzuweisen, daß die Informationssperre für das Sozialreferat, welches im letzten Semester speziell für Theo Gielen verhängt wurde, für keine/n der jetzigen ReferentInnen gilt. In für uns nicht lösbaren Fragen (zum Bafög) können wir also konkret die Bafögprobleme von Studierenden ohne Namensnennung gemeinsam mit den SachbearbeiterInnen des StudentInnenwerkes lösen.
Die allgemeine Sozialberatung wird von den Studierenden sehr stark genutzt. Zudem wird in der nächsten Woche das erste Flugblatt "Sozial-Info-Nr. 1" herauskommen. Hier werden Informationen für den Erst- und Wiederholungsantrag weitergegeben. Weitere thematische Flugblätter sind geplant.
3. Broschüre 'StudentIn in Siegen'
Das StudentInnenwerk Siegen hat den AStA gebeten, bzgl. der genannten Broschüre Änderungs- und Ergänzung-, sowie redaktionelle Vorschläge einzubringen. Wir haben dies aufgrund der Kürze der Zeit nicht so ausführlich getan wie wir uns das gewünscht haben, jedoch sind fast alle von uns eingebrachten Änderungen berücksichtigt worden. Auch im nächsten Semester wird es diesbezüglich eine enge Zusammenarbeit zwischen AStA und StudentInnenwerk geben.
4. Kindertagesstätte an der GH-Siegen
Wahrscheinlich ist bekannt, daß das StudentInnenwerk Siegen die Errichtung und den Betrieb einer Kindertagesstätte für die Studierenden anstrebt. Die Zusammenarbeit mit dem AStA gestaltete sich hier in der Weise, daß wir Vorschläge zu konzeptionellen Bedingungen machen konnten und während eines Pressegesprächs gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Herrn Rujanski, die Situation und Position der Studierendenschaft deutlich machen konnten. Über den weiteren Verlauf dieses Projektes werden wir regelmäßig informiert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß das StudentInnenwerk zur Realisierung der Kita eine Sozialbeitragserhöhung (wahrscheinlich um 5 DM pro Semester) vornehmen muß. Diese wird voraussichtlich im Sommer 1995 relevant (will das StuPa zu dieser geplanten Erhöhung Stellung nehmen?).
Anm.: Einige "betroffene" Anwohner am Haardter Berg (die Kita soll hinter dem Ä&K-Pavillion errichtet werden) haben, wie nicht anders zu erwarten, Widerspruch gegen das geplante Projekt eingelegt. Ein Gespräch mit den "Motzern" findet zeitgleich zur heutigen StuPa-Sitzung statt. Daran nehmen Herr Rujanski, der mögliche Architekt und Christiane als Vertreterin der Studierenden statt (Christiane ist deshalb heute Abend nicht bei der StuPa-Sitzung anwesend).
Die Beschreibung der Arbeit der SozialreferentInnen könnte noch durch einige Vorgänge ergänzt werden, die oben beschriebenen stellten in den vergangenen Monaten aber Schwerpunkte dar, die sicherlich auch das Ausmaß der auf uns zugekommenden und zukommenden Arbeit deutlich machen.
Durch die erheblich verlängerten Büroöffnungszeiten konnten die StudentInnen den AStA wieder verstärkt als Informationsquelle nutzen. Außerdem werden die AStA-Büros wieder von vielen Gruppierungen als Arbeitsraum genutzt.
Zusätzlich haben AStA-ReferentInnen, wenn gewünscht, auch Arbeiten von einzelnen Initiativen übernommen. Hier sind insbesondere zu nennen:
Ein weiteres Problem, das vom AStA bearbeitet wurde, wurde vom Kulturreferat an uns heran getragen. Die Hochschulverwaltung hatte für die Benutzung von studentischen Räumen eine Miete von 35 DM/h verlangt. Durch einen längeren Briefwechsel, sowie mehrere Telefonate wurde erreicht, daß diese Gebühr nicht erhoben wird. Die studentische Selbstverwaltung muß aber in Zukunft aufpassen, daß über derartige Ideen nicht die Nutzung der eigenen Räume beschnitten wird.
Von der letzten Senatssitzung möchten wir zwei Berichte des Rektors erwähnen:
1.) Vermutlich im Rahmen des allgemeinen Wahlkampfes möchte sich die Ministerin Brunn in diesem Sommer verstärkt an den Hochschulen sehen lassen. Am 27.5. wird sie sich auch in Siegen zu einer Fachtagung mit dem Thema "Gesamthochschulen - Universitäten der Zukunft" aufhalten. Das Rektorrat hat dazu schon einen Ablaufplan entworfen, der im AStA eingesehen werden kann. Diese Tagung soll, mit den Worten des Rektors beschrieben, folgendermaßen ablaufen: "mit Fachleuten ein intensives Gespräch führen" statt "die ganz große Öffentlichkeit herzustellen".
2.) Auf Nachfrage durch einen studentischen Vertreter gibt der Rektor bekannt, daß das Ministerium zum Thema Integration der Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen dem Rektorrat für den 18.4. einen Gesprächstermin angeboten hat. Ob er, der Rektor, daran teilnehmen kann, wußte er noch nicht zu sagen.
Der AStA hat am 8. März 1994 in Zusammenarbeit mit den Fachschaftsräten Mathematik, Physik und Architektur ein Informationsgespräch zu Bauangelegenheiten mit der Zentralverwaltung der Gesamthochschule, Dezernate 5 und 1, geführt.
Wir fassen die wichtigsten Informationen an dieser Stelle kurz zusammen; ein ausführlicher Bericht kann bei Ingo eingesehen werden.
Der Hochschule liegen noch keine ausreichend genauen Pläne der Bundeswehrverwaltungsschule vor, um endgültige und detaillierte Umzugspläne aufstellen zu können; diese Pläne werden aber zur Zeit durch studentische Hilfskräfte aus dem Fachbereich Architektur und mit Unterstützung des AStA erstellt. Alle bisherigen Verwaltungsvorlagen sind als Diskussionspapiere aufzufassen. Zur Zeit führt die Verwaltung Verhandlungen mit den beteiligten Fachbereichen zur Feststellung des Raumbedarfs dieser Fachbereiche. Falls Flächen auf dem Gelände der BWVS als Studentenwohnheim genutzt werden sollen, ist darüber im einzelnen mit dem StudentInnenwerk zu verhandeln.
Das Rektorat beabsichtigt im Zusammenhang mit der Nutzung der BWVS eine Angliederung der Bibliothek PB an die Bibliothek H aus Gründen der Personaleinsparung. Dabei soll gleichzeitig die Gesamt-Bibliotheksfläche um gut 500 m² erweitert werden. Man wolle hierüber mit den Fachbereichen sprechen, wenn die Planung im Detail fertiggestellt sei.
Die Aufstockung der Bibliothek AR ist beantragt und in den 23. Rahmenplan für den Hochschulbau aufgenommen. Dabei sollen 2 Geschosse mit insgesamt ca. 1500 m2 Nutzfläche auf das vorhandene Gebäude aufgesetzt werden. Die Hochschule erwartet, daß die Planungsmittel im Landeshaushalt 1996 bereitgestellt werden. In diesem Fall könnte der Umbau 1997 und der Bezug 1999 beginnen. Während der Umbauzeit müßte der Betrieb der Bibliothek eingeschränkt weiterlaufen.
Der Pavillon PB-F wird vom Dezernat 5 weiterhin als baufällig eingeschätzt und soll abgerissen werden, sobald den Fachschaften 9 bis 11 andere Räume gleichen Umfangs zur Verfügung gestellt werden können.
Durch private Investoren soll ein Gebäude errichtet werden, das einen Teil des Durchgangs unter der Ebene AR-H 1 einnehmen und sich um die Ecke herum in Richtung des Eingangs zum Gebäudekern F/G/H fortsetzen werde. Geplant sei zur Zeit die Einrichtung eines Buchladens, eines Beratungsraumes des Arbeitsamtes und eines Geldautomaten, aber nicht mehr eines Copy-Shops. In der Planungsphase sieht das Rektorat keine Notwendigkeit zur Beteiligung von Hochschulgremien, StudentInnenwerk oder StudentInnenschaft. Herr Leyendecker legt größten Wert auf die zusätzlichen Flächen durch den Auszug des Arbeitsamtes.
In Bundes- und Landeshaushalt 1993 sind ca. 9 Mio. DM für den Bau eines Parkhauses auf dem Grundstück der Versorgungsbetriebe am Eichenhang bereitgestellt worden. Die Mittel sind nicht verfallen. Das Bauamt hat einen Planungsauftrag erhalten; die Vorplanungen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Geplant ist ein Parkhaus mit acht Halbgeschossen und insgesamt 400 Plätzen; außerhalb davon sind weitere 200 Parkplätze vorgesehen. Damit werden ca. 400 zusätzliche Parkplätze geschaffen. Zur Zeit prüft eine interministerielle Arbeitsgruppe, ob - auch angesichts der Einführung des Semestertickets - der Bau des Parkhauses noch erforderlich ist.
Am 18. 2. 1994 hat die Ministerin für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Anke Brunn, die Gesamthochschule Siegen besucht. Aus zwei Gründen konnte dabei weder eine Diskussion über Studienreform geführt noch eine größere Öffentlichkeit hergestellt werden. Erstens war aufgrund der Kürze der Zeit nach der AStA-Wahl keine Information der StudentInnenschaft mehr möglich, zweitens bestand für die Vetretung bestimmter politischer Positionen kein Mandat von seiten des StuPa. Aus diesem Grund haben lediglich die Fachschaftsräte Mathematik und Physik eine Stellungnahme in eigener Sache abgeben. In der Folge wurde unter Ausschluß der Öffentlichkeit zwischen Rektorat und Ministerin vorwiegend über konkrete Probleme im Zusammenhang mit der Nutzung der BWVS verhandelt. Der AStA war bei dieser Verhandlung als Beobachter vertreten, hat aber keine Stellung genommen.
Die Gelegenheit zu einem Gespräch mit der Ministerin über hochschulpolitische Fragen besteht am 27. 5. 1994 im Rahmen der Veranstaltung "Wir im Dialog: Die Zukunft der Gesamthochschulen." Der AStA verhandelt in diesem Zusammenhang zur Zeit mit dem Rektorat darüber, daß ein Vertreter der StudentInnenschaft dem Podium angehören muß.
Am 15.3.94 und am 12.4.94 haben an der FH Niederrhein bzw. an der Uni Münster Landes-ASten-Treffen (LAT) stattgefunden, an denen wir teilgenommen haben. Diskutiert wurde neben dem üblichen ASten-Rundlauf (was läuft wo) vor allem Eckdaten, der neue studentische Dachverband fzs und landes- bzw. bundesweite Aktionen im Sommersemester (Perspektiven Kongreß vom 1. bis 5.6.94 in München und Sozialdemo am 11.6.94 in Bonn).
Daneben wurden natürlich landes- und bundesweite Kontakte gepflegt.
Weitere Berichte aus dem Bereich der Koordination, die zu den im Anhang des Organisationskonzeptes genannten Problembereichen gehören, sind im Abschnitt 6 zu finden.
Damit sich die Studierendenschaft verstärkt in die aktuellen Diskussionen einbringen kann, machen wir wieder verstärkt Öffentlichkeitsarbeit. Das Problem liegt aber in der Selektion der vorhandenen Informationen. Viele Informationen sind sicherlich nicht in aller Ausführlichkeit von allgemeinem Interesse. Andererseits können wir nicht für andere entscheiden, was für sie interessant ist. Bei vielen Informationsangeboten haben wir daher lediglich verbreitet, daß es sie im AStA gibt. Falls Informationen in unseren Augen für eine breite Öffentlichkeit von Interesse waren, wurden sie natürlich auch breit publiziert. Wir haben eine Presseerklärung zur AStA-Wahl und zwei Flugblätter veröffentlicht, auf denen die Möglichkeiten der StudentInnen, die Leistungen des AStA's zu nutzen, erläutert sind. Außer dem bekannten Informationsbrett neben dem Arbeitsamt sind ein weiteres Brett am blauen Hörsaal, eines im Hölderlingebäude, Ebene 3, und eines im PB-Gebäude in der Nähe der Pförtnerloge wieder hergerichtet worden. Dort wurden, neben Protokollen von StuPa-, AStA- und Ausschußsitzungen auch die allgemeinen Informationen veröffentlicht.
An alle an der Hochschule aktiven Gruppierungen der studentischen Selbstverwaltung richtet sich die neue Informationsschrift "AStA-Inform", deren erste Ausgabe am 10. 4. verteilt wurde. Damit soll eine Möglichkeit geschaffen werden, aktuelle Sachen schnell zu verteilen. Schön wäre es, wenn sich dieses Projekt zu einem Diskussionsforum der an der Hochschule Aktiven entwickeln würde. "AStA-Inform" soll nicht regelmäßig, jedoch in kurzen Abständen erscheinen. An dieser Stelle möchten wir zur Mitarbeit, d.h. der Einbringung von Diskussionsbeiträgen auffordern.
Ferner gab es ein Gespräch zwischen Prorektor Förch und AStA-Referent Mertens zur Situation der Hochschule im Allgemeinen und speziell in Siegen. Dieses Gespräch wurde im Rahmen der Sendereihe "Punktum!" von Radio Siegen ausgestrahlt.
In diesem Rahmen erfolgte eine Bestandsaufnahme des vorhandenen Materials, um die Aufnahme der Arbeit in diesem Bereich zu ermöglichen. Die vorgefundenen Mängel bezüglich Systematik und Strukturierung mußten durch eine vollständige Neuorganisation des Archivs behoben werden. Mit anderen Worten: es war, und wir müssen sagen: es ist ausgesprochen schwierig, das vorgefundene Chaos zu beheben. Thermodynamisch gesprochen, konnte der Grad der Entropie durch einen entsprechenden Energieaufwand gesenkt werden. Es bleibt aber noch einiges zu tun.
Mit dem Projekt Archiv haben wir die Raum- und Themenaufteilung besprochen. Die Raumaufteilung bleibt bestehen, das Thema Bildungspolitik wird in Zukunft vom AStA archiviert.
Zusätzlich haben wir uns entschlossen, das Wohnungsangebotebrett dem Projekt zur Verfügung zu stellen. Dieses Brett war nach Einführung des Wohnungsangebote-Ordners nicht mehr von den Gremien der studentischen Selbstverwaltung benutzt worden.
- Wolfgang jetz abba!
1991 hat der AStA die Schlüsselverwaltung für seine Räumlichkeiten übernommen. Die Überlegung war seinerzeit auch, daß sich dadurch ein besserer Überblick darüber ergäbe, wer in der Lage ist, die Büros zu nutzen. Bei unserer Übernahme der Listen herrschte jedoch keine Klarheit darüber, wer im Besitz von Schlüsseln der AStA-Schließanlage ist. Im Verlauf einer Suchaktion sind einige Schlüssel wieder aufgetaucht. Zur Zeit fehlen noch folgende Schlüssel:
der einzige Hauptschlüssel 4
ein Hauptgruppenschlüssel 21 von zwei (2) existierenden
zwei Hauptgruppenschlüssel 21/1 von 12 (nach den vorgefundenen AStA-Unterlagen müßten vier (4) fehlen!)
drei Schlüssel 4210102 (AStA-Büro) von sechs (6) existierenden
sieben Schlüssel 4210104 (Stupa-Raum, Außentür M 053/017 und Fotolabor) von zwölf existierenden. Die Schließanlage dieser Außentür wurde mittlerweile ausgetauscht.
Das Problem der fehlenden Schlüssel muß letztendlich in Zusammenarbeit mit der Hochschulverwaltung gelöst werden.
Unser Standpunkt zu diesem Thema ist bereits im Anhang des Organisationskonzeptes dargelegt. Bisher ist uns noch keine Initiative bekannt geworden, die die Verbreitung einer solchen Publikation vorantreibt. Deswegen ist es uns selbstverständlich auch nicht möglich, eine solche Initiative zu unterstützen.
Nach dem Zusammenbruch der VDS sind bundesweit viele Versuche unternommen worden, der Zusammenarbeit der Studierenden eine neue Struktur zu geben. Für uns war es also erst einmal notwendig, die aktuellen Diskussionen aufzuarbeiten. Durch vorhandene persönliche Kontakte konnten wir ziemlich schnell wieder in die Diskussion einsteigen. Es zeigte sich dabei, daß noch immer kein großer Fortschritt in Form einer Einigung über neue mögliche Strukturen, stattgefunden hat. Dem Studierendenparlament dürfte bekannt sein, daß in der Vergangenheit sich immer wieder ASten zusammengeschlossen haben mit dem Ziel, einen bundesweiten Dachverband zu installieren. Diese Versuche sind immer wieder gescheitert. Alternativ gab es dazu auch immer wieder ebenso gescheiterte Bestrebungen, ein Netzwerk aufzubauen, das einen Informationsfluß gewährleisten sollte. Zur Zeit dürfte der interessanteste Ansatz der "Freie Zusammenschluß der StudentInnenschaften" (fzs) sein. Zwei andere Dachverbände werden sich höchstwahrscheinlich noch in dieser Woche auflösen mit der Empfehlung, dem fzs beizutreten. Gegenwärtig nehmen wir nur einen Beobachterstatus wahr. Die erste Mitgliederversammlung, die heute Mittag begonnen hat, kann erst nach der StuPa-Sitzung von VertreterInnen aus Siegen beobachtet werden.
Die Landesregierung hat soeben die Eckdatenverordnungen verabschiedet. Die Facharbeitsgruppen der Landesrektorenkonferenz sind aufgefordert, Konzepte und Strategien zu ihrer Umsetzung zu entwickeln. Hochschulintern wird die ständige Senatskommission für Studium und Lehre in einer ihrer nächsten Sitzungen unter Hinzuziehung von Fachbereichs- und Fachschaftsvertretern dieses Thema diskutieren. Der AStA hat begonnen, die Fachschaftsräte über den aktuellen Stand zu informieren und um eine Aktualisierung und Konkretisierung ihrer Stellungnahmen zu bitten. Diese Materialsammlung ist noch nicht abgeschlossen.
Mangels eines ausdrücklichen Mandats des StuPa hat der AStA zu diesem Arbeitsschwerpunkt nur Informationen gesammelt und keine offiziellen Erklärungen abgegeben.
Die Arbeit des AStA's wurde schon ausführlich unter dem Abschnitt Arbeitsfelder, sprich Kapitel 3.2 behandelt.
Beim Thema Verkehr wurde der AStA zuerst mit einem Anliegen der Anwohner auf dem Haardter Berg konfrontiert. Diese wollten die Buslinien verlegen, damit das Wohngebiet nicht so stark von Bussen frequentiert wird. Nach einer längeren Diskussion mit Vetretern der VWS und Vertretern der AnwohnerInnen, sowie einer Probefahrt, stellte die VWS die Planungen vorerst wieder ein.
Das SemesterTicket wurde von der VWS fristgerecht zum 30.9.94 gekündigt (Grund: Neukalkulation). Die SemesterTicket-Kommission, der Personen des AStA angehören, steht jetzt in Verhandlungen mit den entsprechenden Verkehrsbetrieben. VWS und DB wurden vorläufige Angebote unterbreitet. Konkrete Verhandlungen mit der DB sind am 22.04.94. Außerdem wurde diese Woche eine Umfrage mit 900 StudentInnen zum Ticket durchgeführt, um genauere Zahlen über die Nutzung zu erfahren. Ergänzende Berichte zum SemesterTicket folgen unter dem entsprechenden Tagesordnungspunkt.
Selbstverständlich waren die letzten zwei Monate hauptsächlich von einer Bestandsaufnahme geprägt. Dabei kam uns zugute, daß wir in den Semesterferien beginnen konnten. Der Bericht zeigt aber auch, daß wir trotzdem noch einige Themenschwerpunkte intensiver bearbeiten konnten. Wir hoffen, somit neue Impulse in die Diskussionen der StudentInnenschaft hineinbringen zu können und fordern das StuPa auf, uns hierin zu unterstützen.