AStA '94 - Manifest der sozialistischen Organisationen an der GH Siegen
[Die Deppen im StuPa haben tatsächlich drüber abgestimmt!]
Provisorisches Revolutionskomitee
I. Präambel
Das Provisorische Revolutionäre Übergangskomitee hat
- in Abstimmung und Übereinkunft mit dem Politbüro des Zentralkomitees der
DLL, dem Parteivorstand der ULE, dem Parteivorstand der LUMA, dem
Diskussionszirkel der basisdemokratischen UL-AES und den Genossinnen der
Lilith,
- mit Unterstützung der bewaffneten Betriebskampfgruppen der Hausmeisterei
und der Werkstätten und Äcker der GH Siegen,
- von dem Willen beseelt, die imperialistischen, kapitalistischen,
nationalistischen, rassistischen und sexistischen Kräfte an der GH Siegen
endgültig und ein für allemal in ihre Schranken zu weisen,
- von dem Willen beseelt, die Einheit der StudentInnen, Arbeiter und Bauern
an der GH Siegen herzustellen,
- von dem Willen beseelt, die unzerbrechliche Freundschaft zu den
sozialistischen Bruderhochschulen in China und auf Kuba für alle Zukunft
festzuschreiben,
- in der Absicht, den arbeitenden und studierenden Massen an der GH Siegen
von der andauernden Herrschaft der Bourgeoisie und den Elementen des
Großkapitals und der Verkehrsbetriebe die Freiheit zu bringen,
- in der Absicht, den notwendigen Sieg des Weltkommunismus zu erreichen,
- auf der Grundlage der materialistischen Dialektik wie sie von Karl Marx,
Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin entwickelt
wurde,
- unter Berücksichtigung der Erfahrungen der sozialistischen Bruderstaaten
das folgende revolutionäre Konzept für die Übernahme des Allgemeinen
StudentInnenausschuß der Gesamthochschule Siegen beschlossen, das hiermit
verkündet und angeordnet wird und das am 16. Juli 1993, 0.00 Uhr, in Kraft
tritt.
II. Notmaßnahmen
- Die Provisorische Revolutionäre Regierung wird am 16. Juli um 0.00 Uhr
alle Amtsgeschäfte übernehmen und gegen konterrevolutionäre Umtriebe mit
äußerster Härte vorgehen. Zu diesem Zeitpunkt sind sämtliche bisherigen
AStA-Mitglieder ihrer Studierenden- und Hoheitsrechte enthoben; alle
Schlüssel sind unverzüglich dem Provisorischen Revolutionären Komitee zu
übergeben. Die bisherigen AStA-Mitglieder haben sich am Ort zur Verfügung zu
halten.
- Kapital, Boden und Produktionsmittel der StudentInnenschaft werden
beschlagnahmt und dem Provisorischen Revolutionären Komitee unterstellt.
Hierzu gehören insbesondere das gesamte Inventar von AStA und AStA-Shop, die
Bankkonten und die vorhandenen Barmittel. Plünderer werden standrechtlich
abgeurteilt.
- Es wird eine allgemeine Ausgangssperre angeordnet. Studierende und
sonstige Personen, die in der Zeit von 20.00 bis 7.00 Uhr auf dem Gelände der
StudentInnenschaft angetroffen werden, ohne im Besitz eines vom
Provisorischen Revolutionären Komitee ausgestellten Passierscheines zu sein,
gelten als Plünderer und/oder konterrevolutionäre Elemente.
- Das AStA-Büro wird zum Sperrgebiet erklärt und darf bis auf Widerruf nur
noch von Kadern und Milizen betreten werden. Sozialberatung und
Wohnungsvermittlung werden vorerst geschlossen.
- Zur Vermeidung der Weitergabe konterrevolutionären Schrifttums werden die
Kopierer vorerst außer Betrieb gesetzt.
- Sämtliche Geschäftsbeziehungen mit den Vertretern des Schweinesystems
werden sofort abgebrochen, sämtliche Zahlungen an das Kapital eingestellt.
- Die Verwendung der Bezeichnung "Universität" für die
Fidel-Castro-Gesamthochschule, vormals Gesamthochschule Siegen, führt zum
sofortigen Verlust aller studentischen Ehrenrechte.
- Das studentische Währungssystem wird sofort umgestellt auf Pfandmarken
der KWM Kommunistische Weltmünze.
III. Errichtung revolutionärer Strukturen
A - Allgemeiner Teil
- Der ehemalige Allgemeine StudentInnenausschuß wird in den Allgemeinen
Studentischen Revolutionsrat (AStRa) überführt.
- Das ehemalige StudentInnenparlament wird die in die Revolutionäre
StudentInnenkammer überführt.
- Der ehemalige Haushaltsausschuß wird in den Rat für Planwirtschaft
überführt.
- Die ehemaligen Autonomen Referate werden zu Kommunistischen Komitees für
besondere Aufgaben .
B - Besonderer Teil
- Der AStRa richtet vierzehn Referate ein, deren ReferentInnen dem AStRa
angehören.
- Die Leitungsebene der Referate wird vom Politbüro des Zentralkomitees der
DLL eingesetzt und ist diesem verantwortlich.
- Folgende Referate sind einzurichten:
- 3.1. Referat für Sozialistische Gesamthochschulverteidigung (RfSGV)
- 3.2. Referat für Studentische Sicherheit (RfS)
- 3.3. Referat für Kommerzielle Koordinierung (KoKo)
- 3.4. Referat für das Informationswesen (RfI)
- 3.5. Referat für Kaderschulung und sozialistische Ausbildung (RfKA)
- 3.6. Referat für Auswärtige Angelegenheiten (RfAA)
- 3.7. Referat für das Transportwesen (RfT)
- 3.8. Referat für Bodenreform (RfB)
- 3.9. Referat für die Koordination von Propaganda und Agitation (RfKPrAg)
- 3.10. Referat für Fiskus und Finanzen (RfFF)
- 3.11. Referat für Außenhandel (RfAh)
- 3.12. Referat für Bauwesen (RfBw)
- 3.13. Referat für den Zweiten Bildungsweg (RfZBw)
- 3.14. Referat für Steinzeit (RfSz).
- Die Referate haben folgende ausgewählte Aufgaben, die in der Satzung der
Sozialistischen StudentInnen-, Arbeiter- und Bauernschaft festzuschreiben und
zu konkretisieren sind:
- 4.1. Referat für Sozialistische Gesamthochschulverteidigung (RfSGV)
Errichtung und Sicherung von Grenzanlagen zum kapitalistischen Ausland,
Verhinderung von unbefugter Exmatrikulation und Hochschulflucht;
- 4.2. Referat für Studentische Sicherheit (RfS) Überwachung und Kontrolle
aller Personen, die im Verdacht konterrevolutionärer Umtriebe stehen; dabei
kann sich das Referat einer neu zu errichtenden Studentischen AStA-Sicherheit
(StASi) bedienen.
- 4.3. Referat für Kommerzielle Koordinierung (KoKo)
- i. Betrieb und Unterhalt der Handelsorganisation HO Wilhelm Pieck,
vormals AStA-Shop
- ii. Einrichtung, Betrieb und Unterhalt des Intershop zur Erwirtschaftung
von Devisen und zur Versorgung von Kadern
- 4.4. Referat für das Informationswesen (RfI)
- i. Herausgabe und Verantwortung des Partei- und Hochschulorgans "Neues
Siegerland"
- ii. Produktion und Ausstrahlung von Propagandasendungen
- 4.5. Referat für Kaderschulung und sozialistische Ausbildung (RfK)
- i. Durchführung von Umerziehungs- und Jugendmaßnahmen
- ii. Koordination und Lenkung der Komitees für besondere Aufgaben
- 4.6. Referat für Auswärtige Angelegenheiten (RfAA) Koordination der
Sozialistischen Botschaften und Konsulate
- 4.7. Referat für das Transportwesen (RfT) Nach umgehender Abschaffung des
Semestertickets, Einrichtung eines vollständig neuen und kostenlosen
Transportwesens
- 4.8. Referat für Bodenreform (RfB) Rückgabe der Äcker, Ländereien und
Wälder der ehem. GH Siegen an die Bauern, Land- und Waldarbeiter; kollektive
Bewirtschaftung
- 4.9. Referat für die Koordination von Propaganda und Agitation (RfKPrAg)
Betrieb des zentralisierten Kopierwesens, Bearbeitung und Ablehnung von
Kopieranträgen
- 4.10. Referat für Fiskus und Finanzen (RfFF)
- i. Einzug der StudentInnenschaftsbeiträge
- ii. Auszahlung der Aufwandsentschädigungen
- 4.11. Referat für Außenhandel (RfAh) Beschaffung von nicht im RGW
erhältlichen Produktions-, Nahrungs- und Konsumgütern (z. B. Kopierpapier)
bis zum Aufbau einer autarken Versorgung
- 4.12. Referat für Bauwesen (RfBw)
- i. Sofortiger Baubeginn für genügend Wohnungen
- ii. Ausbau von Sozialräumen
- 4.13. Referat für den Zweiten Bildungsweg (RfZBw) Einschleusung von
NichtstudentInnen und autonomen Kräften in die Hochschulorgane
- 4.14. Referat für Steinzeit (MfSz) ABM für angehende, ansonsten
arbeitslose Soziologen
Durchführungsbestimmungen
Das StudentInnenparlament beschließt folgende Resolution:
- Das StudentInnenparlament der GH-Siegen begrüßt und unterstützt die
Proklamation des Provisorischen Revolutionskomitees. Es überträgt dem PRK
alle Vollmachten die zur Durchsetzung der Notmaßnahmen erforderlich sind.
- Das StudentInnenparlament unterstützt das PRK bei der Einrichtung der
revolutionären Strukturen AStRa und Revolutionärer StudentInnenkammer.
- Das StudentInnenparlament gelobt der Satzung der Sozialistischen
StudentInnen-, ArbeiterInnen- und BäuerInnenschaft Treue und wird
konterrevolutionären Umtrieben mit aller Schärfe begegnen.
Siegen, im Juli 1993
Hoch die internationale Solidarität!