ULM - Unabhängige Liste Maschinenbau

Wahlprogramm 1991

Die Undogmatische LeserInnenschaft im Fachbereich Maschinenbau

Wieder einmal haben sich fünf angehende Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieure zusammengefunden, um für das StudentInnenparlament ( StuPa ) zu kandidieren. Bis auf eine studienmäßig bedingte personelle Änderung sind es dieselben Leute wie letztes Jahr.

Warum ins StuPa?

Es ist naturgemäß sehr schwierig, die Wichtigkeit einer studentischen Selbstverwaltung denjenigen näherzubringen, die von dieser Angelegenheit nur peripher tangiert werden. Wir wenden uns daher auch nur an diejenigen, die es interessiert und unseren Standpunkt hören möchten. Nebenbei ist das ökonomischer und schont Nerven und Umwelt. Dabei ist uns durchaus bewußt, daß der Handlungsspielraum der studentischen Selbstverwaltung nicht eben groß ist. Bedingt ist dies durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Begrenztheit der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und letztendlich durch die Menge an Zeit, die Menschen in etwas investieren können, was mit ihrem Studium direkt nichts zu tun haben muß. Nichtsdestoweniger werden über diese Strukturen Möglichkeiten geschaffen, politisch tätig zu werden und in der Spielwiese StuPa seine ersten Erfahrungen in diesem doch recht undurchsichtigem Metier namens Politik zu sammeln. Nebenbei wird auf den ersten Sitzungen des StuPas auch ein AStA gewählt und ein Haushaltsplan verabschiedet. In diesem Haushaltsplan wird z.B. festgelegt, wieviel Geld an die studentischen Initiativen geht und in sofern auch abgesteckt, in welchen Rahmen StudentInnen auch außerhalb von StuPa und FSR Politik machen können (damit sind z.B. die autonomen Referate gemeint).

Wem das zu abgehoben ist, der/die hört jetzt eh auf zu lesen.

Nun ein paar Takte zur vergangenen Legislaturperiode. Wie wir bereits letztes Jahr bekundet haben, betrachten wir uns als eine in der Tat unabhängige Liste, die sich von den parteiorientierten Listen abgrenzt . Als Konsequenz ergab sich denn auch, daß eine Unterstützung eines AStAs mit Beteiligung solcher Listen für uns nicht nicht in Frage kam und somit unser Platz auf der Oppositionsbank zu suchen war. Während dieser Legislaturperiode kam es dann zu einer sehr fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Fraktionen der DLL und der ULE, die auch außerhalb des StuPas ihre Fortsetzung fand. Neben dieser notwendigen Abgrenzung gegenüber den AStA-tragenden Fraktionen darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, daß es durchaus Zusammenarbeit in Sachfragen gegeben hat und wir eine solche auch als notwendig und richtig empfunden haben und auch in Zukunft, soweit wir die notwendige Bereitschaft vorfinden, diese Art der Politik weiterverfolgen wollen.

Womit wir beim nächsten Punkt wären, nämlich wie unsere zukünftige Arbeit im nächsten StuPa aussehen soll.

Im wesentlichen werden wir die bewährte Zusammenarbeit mit der DLL und der ULE weiter pflegen und im Rahmen dieses politischen Zusammenhangs versuchen, eine konstruktive politische Arbeit im StuPa zu leisten. Dies wird natürlich nur dann möglich sein, wenn die nötigen Voraussetzungen dazu gegeben sind. Was bedeutet, daß auch die anderen Fraktionen gewillt und in der Lage sind, eine Zusammenarbeit in Sachfragen zu realisieren.

Soweit unsere erste kurze Selbstdarstellung.

Unser Motto: Wer zu faul ist zum Lesen, sollte auch nicht wählen gehen!