Die Geschichte wiederholt sich doch?

Quelle?

Wenn wir auf die Jahre von 1933 bis 1945 angesprochen werden gibt es unterschiedliche Reaktionen. Die Einen würden diese Zeit lieber übergehen, ein Anderer spricht dabei von der Gnade der späten Geburt. Aber es gibt noch eine weitere Gruppe, die diese Zeit leugnet. Und gerade diese tritt in letzter Zeit wieder verstärkt auf. Wenn jetzt jemand auf den Gedanken kommt, ich spreche von nationalistische Parolen brüllende "Fußballfans" oder einer Gruppe Skins, die AusländerInnen zusammenschlagen, der hat nur bedingt recht. Diese Gruppen sind zwar auch anzutreffen, stellen aber nur eine Minderheit dar. Sie werden durch nur durch Aufmerksamkeit erregenden Aktionen bekannt.

Viel schlimmer sind die Personen, die solche Aktionen etwas subtiler ablaufen lassen. Und diese gibt es zu genüge. Leider nicht nur in der ehemaligen DDR, wie von den Medien verbreitet und was auch schon zuviel wäre, sondern auch im Westen und schon längere Zeit offen erkennbar. Beschränken möchte ich mich jetzt aber nur auf Siegen.

Hier ist in jetzter Zeit eine Selektierung bei Diskotheken bekannt geworden. Was in diesem Satz so harmlos klingt, ist eine ganz klare Rassendiskrimminierung. Es werden nämlich Leute, die nicht wie Deutsche aussehen ausgegrenzt. Eine solche vorgehensweis muß auf das Schärfste verurteilt werden. Es ist angesagt, solche Veranstalter zu boykottieren.

Eine zweite Sache ist die aufkommende Papierflut an der Hochschule. Neben den vielfach auftretenden Blättern von bsr, sirius, verschiedenen Burschenschaften gab es eine Menge Zettel mir faschistoiden bis faschistischen Gedankengut. Diese hatten Inhalte von Diskriminierung der AusländerInnen über Verniedlichung der Geschehnisse im Dritten Reich bis zur Anektion unabhängiger Staaten. So war in einem Flugblatt, gefunden an dieser Hochschule, die Forderung nch dem Gebiet von Östereich. Diese Geschehnisse können wir nicht einfach übergehen. Schon während der Weimarer Republik war eine unkritische Haltung seitens der Hochschulen zur Entwicklung des damaligen Staates festzustellen. Das hat dann in der Unterstützung des Regimes um Adolf Hitler gegipfelt.

Dazu müssen wir erst vom Mythos herunter, die Gedanken der Hochschulen sind eher progressiv und links orientiert. Meistens wird hier nur konsumiert, ohne darüber nachzudenken. Dabei geht auch die Reflexion des Inhaltes verloren. Die fortschrittlichen Ideen werden nur von einem kleinen Teil getragen. Die (schweigende) Mehrheit läßt sich nur als träge Masse durch die Hochschule schleußen. Übrigens war auch während den legenderen 68er Jahren die aktive Gruppe nicht größer. Der Unterschied zu heute liegt aber bei der Masse, die die Aktionen beführwortete und damit unterstützte.

Zum dritten möchte ich noch auf den kommenden Bundesparteitag der NPD hinweisen. Er findet voraussichtlich am ersten Adventswochenende hier in Siegen statt. Natürlich ist mir bewußt, daß diese Partei genehmigt ist. Trotzdem muß ich an das faschistische Gedankengut in dieser Partei hinweisen. Und solche Methoden sollten wir nach den gemachten Erfahrungen bekämpfen.

Zur Ergänzung ist noch ein Hinweis erlaubt, warum die Wahl für diesen Parteitag auf Siegen fiel. Die NPD wird in breiten Kreisen abgelehnt. Deswegen kommt es auch immer wieder zu Krawallen an Orten, wo sie auftauchen. Um diese zu umgehen, werden Treffen in Gebiete, bei denen rechte Tendenzen ausgeprägt oder durch die provinzielle Lage sehr ruhig sind, gelegt. Wir sollten deswegen auch zeigen, daß wir diese Gedanken ablehnen. Solange sich keine Gruppe gebildet hat, die sich als Ansprechpartner für geplante Aktionen versteht werden wir vom Fachschaftsrat entsprechende Informationen weitergeben. Kommt also vorbei und unterstützt uns.