Flugblatt für die Demo in Wenden im Oktober ´91
Gegen RASSISMUS und IGNORANZ
Gewalttätige Übergriffe auf AusländerInnen stehen seit einigen Monaten auf der Tagesordnung. Ausmaß und Form der Gewalt nehmen erschreckende Ausmaße an. Ein Blick in die Tageszeitungen bestätigt, daß diese Übergriffe sich nicht allein auf die neuen Bundesländer beschränken, sondern genauso in unserer Nachbarschaft stattfinden.
Der latent vorhandene AusländerInnenhaß ist durch die PolitikerInnen mit Hilfe der "Asyldebatte" geschürt wor-den. AusländerInnen müssen mittlerweile um Leib und Leben fürchten.
PolitikerInnen spannen die aufgeheizte Stimmung vor den Karren machtpolitischer Interessen. Durch verantwor-tungsloses Handeln schüren sie irrationale Sozialängste, anstatt deren Ursachen zu bekämpfen. Die Presse hat durch eine einseitige Berichterstattung zur starken Emotionalisierung der "Diskussion" beigetragen. So entwickelt sich der Tag der "deutschen Einheit" zu einer Neuauflage der Reichskristallnacht.
Wir fordern auf zum aktiven Widerstand