Obwohl die vorlegenden Gruppierungen hier mit Begriffen wie "Hochschulpolitik" hantieren (Siehe darüber er-folgte Debatte) und eine besondere Akzentuierung in diesem "Gebiet" versuchen, fehlen unter den Arbeitsschwer-punkten die Bereiche Wissenschaftskritik und Studienbedingungen/-inhalte völlig. Wir sehen darin angesichts der Verantwortung von Hochschule in der Gesellschaft und unserer Verantwortung in der Wissenschaft/Hochschule eine große Gefahr.
Obwohl es uns in der Diskussion gelungen ist den Begriff "Hochschulpolitik" zu ersetzen, bleibt doch der Grund-tenor dieses Papiers unangetastet: Es wird eine ganz klar ständische Politik formuliert, das heißt hier werden Besse-rungen einzig und allein für die elitäre Gruppe der Studierenden eingefordert. Wir haben immer versucht unsere Posi-tionen so zu fassen, daß sie Interessen aller sozial Benachteiligter wahren. Wen wundert es da noch, daß die Bezeich-nung Gesamthochschule und z.B. Uraltforderungen wie die soziale Mindestsicherung für alle völlig unter den Tisch fallen. Wie dünn dieses Papier alles in allem ist, zeigt die zugegebene Notwendigkeit der Überarbeitung der Bereiche "Ökologie" und "Frauen". Das öfters vernommene "Ihr habt ja recht, aber..." verdeutlicht in eindrucksvoller Weise die Schwäche der inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen Themen - ich kann mich hier des Eindrucks nicht erweh-ren, daß 10 bis 15 Jahre Diskussion an einigen total vorbeigegangen sind.
Einige, heute um dieses Papier geführte Diskussionen waren im Ansatz nicht schlecht, was Anlaß zur Hoffnung gibt, der/die eine oder andere möge im Verlaufe dieser `Legislaturperiode' noch etwas dazulernen. Momentan bleibt uns keine andere Möglichkeit, als dieses Papier in seiner ganzen Schlechtheit abzulehnen.