und sie bewegen sich doch
Etwa 30 Leuts fanden am Mittwoch, 14.11.1990 den Weg in den UB-Konferenzraum, in dem auf Einladung der DLL (Deine Lieblings-Liste) das erste hochschulweite Linkenplenum statt. Diskutiert werden sollten die Perspektiven linker Hochschulpolitik.
Eingeleitet wurde die Diskussionsrunde durch eine kurze Selbstdarstellung der DLL, sowie eine Darstellung der Vorgänge um den Wechsel des AStAs Ende Oktober. Anschließend an diese mehr allgemeinen Ausführungen wurde, in zum Teil sehr kontroversen Auseinandersetzungen versucht, die Möglichkeiten der Linken an der Hochschule zu konkretisieren: Hier wurde das Bedürfnis formuliert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Vereinzelung im System Hochschule aufbrechen und im gemeinsamen Handeln das Gefühl der Ohnmacht, das zum Teil linke Befindlichkeit kennzeichnet anzugehen. Das soll konkret heißen:
Als notwendig für die Umsetzung dieser Punkte wurde die Schaffung eines linken, undogmatischen und nicht zentral gesteuerten Diskussions-Zusammenhanges erachtet. Bis zum Ende des Jahres soll vorläufig ein `Mittwochsplenum' geschaffen werden, das als offenes Plenum aller, sich als Linke verstehenden Leuten an der GHS dienen soll. Als Termine stehen fest (...).