Wie war's - Wie gehts weiter?

Flugblatt der DLL

Seit dem 18.10.90 gibt es einen neuen AStA, weil sich die Mehrheitsverhältnisse im StudentInnenparlament verändert haben.

Der demokratische Ritus der stellt als solches einen völlig legitimen Akt dar, und wird von uns auch nicht kritisiert. Was uns jedoch maßlos verärgert, ist die Tatsache, daß die Abwahl des alten AStA als reines Machtpolitikum betrieben wurde und keine inhaltliche Kritik, geschweige denn eine Auseinandersetzung um die Arbeit des alten AStA stattgefunden hat. Der auf der StuPa-Sitzung vorgelegte 7-seitige Arbeitsbericht für die vergangenen drei Monate wurde kritiklos zur Kenntnis genommen. Anscheinend warteten alle nur auf das Erscheinen der fehlenden Stimmberechtigten um die Abwahl vornehmen zu können.

Eine besonders unrühmliche Rolle spielte bei dieser Aktion Herr Peter Götz und die von ihm geführte JuSo-Hochschulgruppe. In einer von Herrn Götz vorbereiteten Rücktrittserklärung (weil Herr Götz nämlich auch im alten AStA, wo er eine bemerkenswerte politische Metamorphose vom Befürworter des bewaffneten Kampfes in den Metropolen Westeuropas, über den Aufbau der PDS in der BRD, bis hin zur heutigen Zusammenarbeit mit der Studentenorganisation der CDU/CSU durchlebte, - herzlichen Glückwunsch - vertreten war) wirft Herr Götz dem bisherigen AStA 'stalinistische Einheitspolitik' vor, ohne in der Lage zu sein, diesen Begriff erklären zu können.

Peter Götz als Sprecher des neuen AStAs läßt weiter den Eindruck entstehen, daß der alte AStA Kräfte aus dem autonomen Spektrum eingeschleust hätte. Das muß dann wohl in enger Zusammenarbeit mit dem StuPa geschehen sein, weil alle Referenten ordnungsgemäß gewählt wurden (zum Teil sogar mit 2/3 Mehrheiten).

Der massivste Vorwurf von Herrn Götz gegen Mitglieder des alten AStA ist jedoch der der Veruntreuung studentischer Gelder. Dieser Vorwurf ist an Unglaublichkeit nicht zu überbieten, und beschäftigt bereits die Anwälte des alten AStA.

Wir bedauern, daß die gesamte StudentInnenschaft der GH Siegen unter dem politischen Ränkespiel von JuSo-HSG, RCDS, LHG, UL5 und UMW zu leiden hat, in dem zur Zeit des größten Arbeitsaufkommens, hier sei nur an Sozialberatung und den Servicebereich erinnert, der Wechsel stattgefunden hat.

Wir, die Mitglieder des alten AStA werden trotz aller Widrigkeiten unsere Arbeit für die Studierenden der GH-Siegen fortsetzen. Wir bedanken uns bei allen, die uns in den letzten Tagen, durch die von ihnen bekundete Solidarität, gezeigt haben, daß wir an dieser Hochschule nicht alleine stehen!