Das darf doch nicht wahr sein, ist aber...

Quelle vermutlich: BASTA, 1. Ausgabe Winter-Semester 1990/91, Oktober '90

Hakenkreuzschmierereien auf den Toiletten, Fascho-Sprüche von Kommilitonen und ein Prof, der für die Republikaner kandidiert...[ 1 ] Rechtsextremismus macht auch an der Hochschule nicht halt, im Gegenteil!

An bundesdeutschen Unis hat sich in den letzten Jahren eine intellektuelle Rechte etablieren können, die auf der einen Seite den ideologischen background für Rep's, DVU und ähnliche Organisationen produzieren und auf der Anderen Einfluß in Teilen des Establishments gewonnen haben. Das ist gerade für deutsche Hochschulen ein Skandal, denn die deutsche Universität war schon einmal Wegbereiterin des Faschismus! Wissenschaft und Hochschule haben sich aufgrund dieser historischen Erfahrung in Forschung und Lehre der Zielprojektion des Grundgesetzes verpflichtet. Diese Projektion ist zwar häufig Gegenstand von Festreden, aber die Umsetzung fällt schwer.

Das sind Fragen, die uns auch weit über die Landtagswahl hin interessieren werden. Deshalb wollen wir uns am 15. Mai um 16.00 Uhr im StuPa-Raum treffen, um über diese Dinge zu diskutieren. Einleitend gibt es ein Referat zum Thema: antifaschistische Wissenschaft - Antifaschismus an der Uni.

Wehret den Anfängen!

[ 1 ] [Seinerzeit kandidierte bei den NRW-Landtagswahlen ein Prof aus dem Fachbereich 5 für die REPs. Die Nennung des Namens dieser Person ist uns nicht möglich, da eine einstweilige Anordnung aus dem Jahre 1990 weiterhin Bestand hat.]