Ringvorlesung "Fortschritt der Grenzen"

Vorüberlegungen

Im Wintersemester 89/90 hat eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Grenzen des Fortschritts" stattgefunden. In den Beiträgen zu dieser Ringvorlesung hat sich einmal mehr herrschendes Wissenschaftsverständnis manifestiert. Tatsächlich hat der wissenschaftlich-technische Fortschritt gewisse Grenzen, und zwar sind es nicht die mit dem Veranstaltungstitel implizierten Menschheitsprobleme wie Umweltkatastrophe, Friedensbedrohung, Überbevölkerung etc. ("Grenzen des Fortschritts" ist der Titel einer Veröffentlichung des Club of Rome, richtungsweisend!), sondern, die sich, aus der Funktion von Wissenschaft, ergebenden externen, wie internen Steuerungsmechanismen. Unter Funktion von Wissenschaft sind hier insbesondere die Optimierung von Kapitalverwertungsbedingungen und die Begründung von Entscheidungen des politischen bzw. ökonomischen Systems (Akzeptanzwissenschaften) gefaßt.

Konzeption

Mit der Ringvorlesung "Fortschritt der Grenzen" sollen die oben angesprochenen Steuerungsmechanismen kritisch beleuchtet werden, Alternativen zum gängigen Wissenschaftssystem vorgestellt werden und ausgewählten Beispielen einer, Herrschaftsinteressen zuwiderlaufenden Wissenschaft in ihren Ansätzen und den Sanktionen, denen sie ausgesetzt ist, eine Plattform geboten werden.

Gliederung

Wissenschaftsinterne Steuerung

Wissenschaftsinterne Steuerung

Stätten der Wissenschaft - pro und contra: Hier soll es eine Diskussionsveranstaltung zu der Frage geben, ob die Universität der Ort ist, eine kritische Wissenschaft mit der Möglichkeit des Eingreifens in gesellschaftliche Prozesse zu betreiben oder es nicht ratsamer zu sein scheint, sich außeruniversitär zu organisieren.

(Beispiel 1) Scheer, Physiker

(Beispiel 2) kritische Psychologie

(Beispiel 3) Ökonomie N.N. (Ernst Mandel)