[Dürfte das Wahlprogramm gewesen sein.]
Jetzt fallen auch wir in den Trott der allgemeinen Wahlwerbung. Das ganze Jahr ist hochschulweit von uns nicht so viel zu hören (bis für die Wenigen, die uns wegen eines Problemes direkt ansprechen). Trotzdem arbeiten wir die ganze Zeit. Vielen fällt das gar nicht auf, doch wenn immer das Bett gemacht ist, merkt man keine Schlafstörung. Aber vor diesen Wahlen müssen wir doch mal direkt auf uns aufmerksam machen, zumal durch die hochschulweite Kandidatur wir bei allen StudentInnen nicht direkt bekannt sind.
Wir sind eine Gruppe von E-Technikstudenten, die unabhängig von jeder Partei arbeitet. Dies ist mittlerweile an unserer GH nichts ungewöhnliches. Fast alle KandidatInnen sind parteilos. Im Unterschied zu manch anderer Gruppierung haben wir uns trotzdem auf ein Wahlprogramm geeinigt (hängt neben dem Büro des FSR 12, H-E 116), für das wir uns auch in Zukunft einsetzen wollen. Das ist unserer Meinung nach wichtig, denn man soll seine Vertreter nicht nach Zugehörigkeit zum Fachbereich, sondern danach beurteilen, ob sie die Meinung der WählerInnen vertreten. Damit eine Möglichkeit zur Beurteilung besteht, versuchen wir unsere Meinung möglichst sachlich darzustellen.
Die Grundlage unserer Arbeit basiert auf den vier Säulen der verfassten Studentenschaft (imperatives und politisches Mandat, Beitrags- und Satzungshoheit). So wollen wir die Entscheidungen, die die Basis getroffen hat, in allen Gremien durchsetzen.
Wichtig ist im Moment der Versuch einer Verbesserung der Studiensituation. Darunter ist unter anderem Erhalt und Ausbau des Standortes Siegen, Aufstockung von Personal- und Sachmittel und eine Berücksichtigung des sozialen Umfeldes zu verstehen. Denn die Kürzungen, die immer offensichtlicher werden, widersprechen der Forderung der Politiker nach kürzeren Studienzeiten.
Natürlich liegen diese Entscheidungen nicht im Studentenparlament. Jedoch können wir dieses Gremium neben der Fachschaftenkoordination (wurde von uns wiederbelebt) und dem AStA als Koordinationsstelle für geplante Aktionen nutzen.
Das wir dabei nicht nur die Interessen der E-Techniker vertreten, zeigen verschiedene Arbeiten der vergangenen Zeit. Mitarbeiter unserer Liste waren maßgeblich an der Gründung der damaligen Kommision gegen den Fächerabbau (speziell Sport, Geographie, Biologie, Musik, Architektur und Bauingenieurwesen) beteiligt. Weiter wurde von uns die Veranstaltung "Behindertengerechte Architektur" organisiert. Die AG "Verkehrssituation auf dem Haardter Berg" wurde aufgrund unserer Fachschaftsarbeit ins Leben gerufen. Dort machten wir folgendes: hochschulweite Umfrage, Tramperkarte, monatelange Verhandlungen mit der VWS, Ringvorlesung, Kooperation mit der Hochschulverwaltung, Interview mit WDR, usw. Im vergangenen Jahr beteiligte sich auch ein Kandidat aktiv an dem Hungerstreik gegen die unmenschlichen Behandlungen in türkischen Gefängnissen. Des weiteren haben wir uns an den Protestaktionen gegen das Massaker in China beteiligt. Zur Zeit arbeitet ein Bewerber in der Siegener AntiFa - Gruppe mit.
Natürlich werden wir uns auch weiter für die autonomen Räte, wie Ausländer-, Frauen- und Kulturreferat einsetzen.
Wie Ihr seht, versuchen wir ein breites Spektrum abzudecken. Dies kann jedoch nur durch eine Unterstützung eurerseits, wie durch eine hohe Wahlbeteiligung erreicht werden.