Antifaschismus an der Hochschule

Antifaschistische Wissenschaft - FaschistInnenfreie Uni

Mit den Wahlerfolgen der Ultrarechten ist in allen gesellschaftlichen Bereichen die Diskussion um antifaschistische Strategie losgestoßen worden. Auch an den Hochschulen führen wir seit einigen Semestern diese Auseinandersetzung. Es geht hier im Prinzip um zwei zentrale Fragenkomplexe; erstens welche spezifischen Bedingungen gibt es für antifaschistische Arbeit an der Hochschule und, zweitens wie die konkrete Arbeit aussehen soll.

Wir, die DLL, möchten Euch einladen, am Mittwoch, 13.12.89 um 16.00 Uhr im Kulturcafe über diesen Themenkomplex zu diskutieren.

Antifaschistische Wissenschaft bedeutet für uns ein Umgehen mit Wissenschaft, das die Ergebnisse von Forschung und den Forschungsprozeß "an den Rauchfahnen der Öfen in Auschwitz und der Trümmerfelder von Hiroshima" mißt. Konkret heißt das, daß es eine gesellschaftliche Kontrolle von Wissenschaft gibt, die deren Inhalte an einem antifaschistischen Kodex bestimmt. Im Wissenschaftsbetrieb können auf der einen Seite nur StudentInnen diese Funktion wahrnehmen, weil gerade Sie an der Schnittstelle von Wissenschaft und Leben stehen. Auf der anderen Seite fordert das ein hohes Maß an Interdisziplinarität, um den eingeengten Horizont von einzelnen Disziplinen und Fächern zu sprengen.

FaschistInnenfreie Hochschule! Klarer Fall, der Begriff spricht für sich. FaschistInnen haben an der Hochschule nichts verloren, aber es gibt sie halt und die Frage ist die, wie wir sie zum Verschwinden bringen. Vor die Fresse hauen ist gerade an der Hochschule keine sinnvolle Strategie! Es muß darum gehen als AntifaschistInnen an der Hochschule inhaltliche Hegemonie zu gewinnen.

Diese Vorstellungen sind in der Tat noch keine Strategie, gerade deshalb ist es wichtig die Auseinandersetzung jetzt zu führen. Deswegen sind alle, die Interesse haben, herzlich eingeladen, diese Auseinandersetzung zu führen.

Keine Nazis an der Hochschule!